Philosumpf

 

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Gesetz der Wiederverkörperung

 

...x suchte den Beweis und suchte in all der Natur die Zahlen
und obwohl der Baum eine gewisse Anzahl Blätter hat, wies ihn
bei aller Beobachtung der Baum selbst nicht daraufhin. Er atmete
aber etwas auf, als er bemerkte, dass er an die Zahlen nicht glauben
mußte, da sie innerhalb ihres Systems funktionierten.
Mit dem Moralischen ist es aber nicht das Selbe. Funktioniert eine
angemessene Freundlichkeit, so empfinden die Menschen Freude
bis hin zu freundschaftlichen Impulsen. Wollen moralische Ideen
angewendet werden, so reicht eine bloße Wiederholung nicht aus
und so entziehen sich die moralischen Gesetzmäßigkeiten unsrer
sinnlichen Beobachtung und dem daran gebunden Verstand.
So üben wir dann täglich, in stetiger Hoffnung, den Schmerz,
das Unwohlsein der Un-moral zu übersteigen.
Wenn jetzt also ein moderner Philosoph, seinen sinnlich gebunden
Verstand kräftig geschult, etwas vernimmt, hier eines der ältesten
moralischen Gesetze, so ist Alarm gegeben. Er ist etwas mit einem
Mathematiker zu vergleichen, der eine Formel sucht, die gänzlich
außerhalb seiner Systeme liegt und so sich hingezogen fühlt,
Ironie walten zu lassen. Ironie soll ja auf der Ursache der Ohnmacht
beruhn.

 

10.7.08 23:35


Freiheit

Freiheit ist das individuelle Erleben seiner eigenen moralischen Ideen,
die nicht vom Wahrnehmungsinhalt sich bestimmen lassen. Es geht
nicht darum die Fesseln loszuwerden, weil sie dann nur stärker binden,
sondern ähnlich wie beim Nachdenken, ist nicht das lösen von Wichtig-
keit, sondern das auffinden der rechten Vorstellungen, die dadurch sich
kennzeichnen, dass das Problem oder die Aufgabe verstanden werden.
Dieser Unterschied ist nur erlebbar, wie das aufblühen einer Blume
im Garten, wo man die rechten Verhältnisse geschaffen hat.
23.5.08 22:48


Ostern

 

Lust,
du allein vermagst es mir nicht
mich zu erheben,
doch allein dein Wollen ehrt mich schon.

Erdenschwere hält mich gebannt
auch am Ostertage
wo das Gelb der österlichen Flagge
doch vom Siege spricht.

So bleibt der Schmerz
das Tor,
dass so besungen
mir verschlossen.

So will ich nicht lang verweilen
bin Narr genug
mich zu sehnen
...

 

23.3.08 22:33


Re:

Sehr Ernst  ,
das bedeutet in der Theorienbildung, warum Illusionen (Täuschungen)
an sich dem Tode angehören. Warum haben Sie dann diese enorme Vitalität und Irrtümer diese enorme Emotionalität?
Nehmen wir die Gewalt, tod-bringend macht Sie uns stumpf und nun
behautet jemand, Sie ist eine Täuschung!
Und diese Leidenschaften sind ungeheuer Anpassungsfähig und Eigenständig, das schreibe ich deshalb um anzudeuten, wie schwer
es werden wird, sie an der Wurzel zu durchschauen und Sie zu beenden. Das wäre dann ein Zuwachs an "Leben"(s-energie).
Und um das Fass voll zu machen, dann den Tod als letzte Täuschung
zu durchschauen, hieße "volles Leben"  ,
bis dahin, 
29.1.08 00:23


Danke G.,
sehr aufschlußreich geschrieben. Ich fühlte gestern nur wage, irgend-
was fehlt meiner Darstellung. Die Arbeit mit Systemen hat also seinen
Platz in der Weltentwicklung.
Es spielt ja in der Moderne eine wesentliche Rolle, welche Projekte
die Politik unterstützt...dass Sie im günstigsten Fall auf das Individium
zurückwirkt.
Zum Individualisten zurück, der sich um Selberkenntnis bemüht. Dieser
beobachtet ja genauso sein Handeln dem jeweiligen Du gegenüber, wie
sich selbst gegenüber. Er (Ich) hat sich ja längst das Ziel gemacht,
immer günstig auf das Gegenüber zu wirken und das gilt dann auch für
Gruppen, die weniger angesehen sind usw.
Sollte es Ihm (mir) nicht gelingen, so weiss er darum, er braucht
das Scheitern mit allem Übel nicht mehr Instinktiv leugnen um zu über-
leben. Lebt es aber auch nicht blind aus.
So sind solche Individien oft Impulsgeber, da sie, wie du richtig schreibst,das äußere System in sich vorfinden, darin das Rechte fördern und unbrauchbares "vernichten".

 

10.1.08 23:43


Hallo,
nun ich bin der Auffassung, dass es wenig Sinn bringt, über soziale
Systeme zu diskutieren, das hat man lang genug getan und gelehrt.
Auch wenn die Frage nach dem "wie" der Systeme so aktuell wie
nie ist, kollegtiv läßt sich die Frage nicht lösen.
Ein Beispiel: Erst heute erfuhr ich, dass der König von Spanien erst
1975 die Demokratie einführte und Franco stürzte. Mein Gott, wie
jung ist doch dies Kind noch.
Noch Nietzsche sprach von Zuckerbrot und Peitsche. Würde der Mensch
ohne Druck verkommen, würde er ohne Belohnung verschmachten?
Dieser Faktor ist nicht zu unterschätzen. Ich hörte von der für mich
sehr sozialen Idee eines Grundeinkommens für Jeden, ohne Arbeit.
So eine ausgearbeite Idee wäre eine gewaltige Herausforderung an unsere Wettbewerbsgesellschaft.
Doch die zentrale Frage bleibt doch, solange ich mich dem Leben nur
ergebe, kann ich nichts wesentliches beisteuern. Ich wende dann das
Gegebene und erlernte so an, dass ich mir ein Mass an Zufriedenheit erhoffe.
Leider ist das "Erkenne dich selbst" so abgedroschen, dass es mich
Überwindung kostet, es anzuführen. Die Frage ist hier aber zentral:
Warum? Worin soll hier der Gewinn liegen? Verändert es etwas, was
soll es der Gesellschaft, dem Du bringen, würde heut vll ein junger
Mensch fragen?
Die Antwort liegt schon außerhalb. Eine wäre: Hier beginnt echte Erfahrung.
Was aber mein Gott ist dann die allgemeine, gegebene Erfahrung?
Ist sie unecht? Illusion gar?
Kann das Erkenne dich selbst mich zu einem gesunden Realisten erziehen, der nicht den Blick für das Machbare verliert?
Das hieße hier, welchen Wert hat tätige Selbsterkenntniss für das
zoon poltikon?

9.1.08 22:48


Sehr gut G., das Bilderbewußtsein ging unserer Phase
sicher voraus. Man sollte dies aber nicht willkürlich verstehen
wollen. Denn es ist heute ein ziemliches Unterfagen, sich gesund
Vorstellen zu können, dass man durchaus schweigend und ruhig
über Bilder komminizieren kann. So dass kein Zeitintervall entstehen
kann zwischen Übermittlung und Verstehn. Diese Fähigkeit hätte also
nichts mit dem Nachdenken zutun, dass zeitlich erst danach beginnt.
Und ist das Denken nicht gut entwickelt, ist das auffinden des rechten
Begriffes (Vorstellung) unsicher. In diesem Intervall entstehen ja unsere
Probleme erst. Den Weg den ich sehe führt aber in unsrer Zeit über
das Denken, dass dann intiutiv (ohne Intervall) immer den rechten
Begriff zur Wahrnehmung hervorbringt.
Hier beginnt das Dilemme mit zoon poltikon. Sprachvermittlung
ist leider bei uns nicht verbunden mit gleichzeitigem Handeln. Natürlich
ist das auch sehr gut. Um sozial handeln zu lernen muß wohl das Ideal
vom Kollegtiven Gebot zur eigenen Denkeinsicht und begreifen führen.
Sonst bleibt es kraftlos.
Denn um einen Witz zu machen, stehle nicht "versteht" jeder, aber
wenn keine Einsicht in das warum gibt, kann es leicht passieren, dass
man um dieses Ideal nicht kämpft.
Das a-soziale hat oft die Neigung, sich erbittert zu erwehren und bei
zu starker Bedrängtheit sich eher zu stärken.
Die Frage ist nicht ungedingt, neue Systeme aufzufinden und auf zu stellen, sondern Raum zuschaffen, wo man Gemeinschaft so erfährt,
dass das a-soziale eine grundlegende Menscheiterfahrung ist.
Das Regeln aber gewisse Gesetzmäßigkeiten der Anziehung und Ab-
stoßung. Gemeinschaften innerhalb des Großen sind immer wichtig,
denn das Gleiche (Mensch) ist sehr Unterschiedlich.
6.1.08 22:57


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